Auf der Suche nach Steinpilzen

Die Blätter fallen vom Baum, die Böden in den Wäldern färben sich gelb orange. Die schönste Jahreszeit hat uns wieder erreicht. Da auch nun die Pilzsaison in vollem Gange ist, waren wir mit unseren Hunden Sky und Boss am Wochenende bei einem ausgiebigen Spaziergang auf Steinpilzsuche gegangen. Warum auch nicht? Da lässt sich Gassigehen gleich mit etwas nützlichem Verbinden und man kann daheim seine „Errungenschaft“ verspeisen. Die Hunde hatten sichtlich Spaß dabei.

Die herbstliche Stimmung lädt zum Wühlen ein

Boss und Sky gefiel dieser sonnige Herbsttag. Es war warm, etwas über 20 Grad Mitte Oktober. Die farbigen Blätter, die schon von den Bäumen fielen, luden absolut zu einem schönen Spaziergang gemeinsam mit meiner Frau und unseren beiden Hunden ein. Alles leuchtete schön gelb orange. Zwei Stunden lang marschierten wir den Berg hinauf. Auf der Suche nach Steinpilzen fanden wir alle möglichen Pilzarten, nur keine Steinpilze. Und natürlich bin ich auch hier sehr vorsichtig, „was ich nicht kenne, esse ich nicht.“ Oben angekommen hatten wir einen tollen Ausblick. Der Tag war wunderbar. Noch waren Sky und Boss sauber und ich dachte mir, das würde so bleiben. Aber weit gefehlt.

Meine Frau blieb mit Boss stehen, ich wollte noch ein paar Schritte weitergehen, da sich vor mir ein schöner Landabschnitt auftat. Sky ging mit mir mit. Irgendwann verlor ich ihn aus meinen Augen, doch hörte wenige Sekunden später, wie er irgendwo Wasser schlurfte. Langsam näherte ich mich ihm an, dachte noch: „wo hast du nun wieder Wasser gefunden?“ Doch da traf mich der Schlag. Sky stand bis zu seinem Oberkörper in einer dreckigen Pfütze, die eigentlich eher aus Schlamm als aus Wasser bestand. Das musste ja wieder so kommen. Selbst an einem schönen frühherbstlichen Tag schaffen es die Hunde, irgendwo eine Pfütze ausfindig zu machen.

Schließlich lief ich mit Sky zurück zu meiner Frau. Doch als ich meine Frau entdeckte, fiel mir auf, dass Boss gar nicht bei ihr war. „Wo ist Boss?“ fragte ich. Er hatte in der Zwischenzeit dieselbe Pfütze, in der Sky zuvor badete, gefunden und planschte darin. Er kam – im selben Atemzug, indem ich nach ihm fragte – ebenso dreckig wie Sky es war, wieder zurück.

Vorsicht bei der Pilz-Wahl 

Für alle Pilzliebhaber da draußen sei gesagt, dass man auf der Suche nach essbaren Pilzen auf jeden Fall Acht geben sollte. Nicht jeder Pilz ist ungiftig. Die Verwechslungsgefahr ist auch bei Pilzkennern groß, denn erkennbare Unterschiede sind oft klein. Wer sich nicht sicher ist, ob er nun einen giftigen oder essbaren Pilz vor sich hat, der sollte den Pilz nicht mitnehmen und lieber im Wald stehen lassen.

Trotz Pilzsaison ohne Pilze wieder heim

Dass wir keinen Erfolg bei der Steinpilzsuche hatten, hatte uns sehr verwundert. Schließlich sollten die Wälder doch von diesen feinen kleinen Geschmackshäubchen überflutet sein. Vielleicht waren wir auch einfach nur in den falschen Ecken unterwegs, obwohl die Örtchen uns eigentlich bekannt waren. Alle Pilzarten begegneten uns, nur nicht die, die wir suchten. Daher wird die Suche gleich nächste Woche erweitert. Den Hunden kommt diese Abwechslung zu Gute.

Tipps für die Pilzsammlung

Für die Pilzliebhaber unter euch, werde ich nun trotzdem ein paar wertvolle Tipps für das bewusste Sammeln verschiedener Pilzarten bereithalten.

In Baden-Württemberg (unser Standort) sagt das „Waldgesetz“, dass jedermann auf naturgetreue Art Pilze sammeln darf. Natürlich muss stets auf die Natur geachtet und diese respektiert werden.  Die unter Schutz stehenden Speisepilzarten dürfen nur für den Eigenbedarf mitgenommen werden. Pilze sollten nicht einfach zertrampelt und abgezupft werden, damit man sie hinter her einfach wegwirft. Der bewusste Umgang mit der Natur ist gefragt, denn auch Pilze müssen erst wachsen und haben eine eher rückläufige Tendenz in unserer Umgebung. Die leckeren Pfifferlinge sind ein gutes Beispiel dafür. Gerade diese Pilzsorte sollte, wenn möglich, nicht gepflügt, sondern stehen gelassen werden.

Keine jungen und alten Pilze sammeln! Junge Pilze lassen sich schwer bestimmen. Es ist oft nicht eindeutig, ob die Pilzart nun giftig ist oder nicht. Genauso wenig sollte man alte Pilze mitnehmen. Sie schmecken nicht nur schlechter; wenn diese Pilze in ihrer Umgebung stehen bleiben, können sie ihre Sporen weitergeben und so ihre Art erhalten.

Wie unterscheide ich giftige von ungiftigen Pilzen?

Ob ein Pilz giftig oder essbar ist, sieht man ihm nicht an. Äußerlich gibt es kaum, und wenn dann nur, ganz minimale Unterscheidungsmerkmale. Man muss den Pilz schon kennen oder ein echter Pilzfanatiker sein.

Kommen wir zurück auf unsere geliebten Steinpilze. Steinpilze besitzen einen rot braunen Hut. Die Silhouette glänzt ein wenig, das Fleisch ist weiß. Verwechslungsgefahr besteht mit dem bitteren Sommersteinpilz, der meist etwas heller ist. Reich an Vitaminen und Mineralien ist der Steinpilz eine sehr gute Beilage zu Reis oder Kartoffeln.

Pfifferlinge gehören ebenfalls zu den bekanntesten Speisepilzen und sind obendrein noch unheimlich lecker. In ganz verschiedenen Arten kann man Pfifferlinge zubereiten. Auch das Aussehen dieser Pilzart ist für „Anfänger im Pilzsammeln“ prägnant. Der Stiel geht direkt in den Hut über. Es gibt keine direkte Trennung. Die Farbe ist gelblich, verwechselt werden die Pfifferlinge oft mit dem Falschen Pfifferling (Hygrophoropsis aurantiaca).

Der Waldchampignon ist vom Aussehen her dem Supermarkt-Champignon sehr ähnlich. Weiß oder braun mit einer schönen rundlichen Haube. Etwa zehn Zentimeter Durchmesser weist der Hut auf. Diesen Pilz findet man auch oft in Parks.

Stockschwämmchen werden häufig mit dem giftigen Gifthäubling oder dem Grünblättrigen Schwefelkopf verwechselt. Der Hut ist braun, hell- bis dunkel und hat weißes Fleisch. Diesen Pilz sollte nur der sammeln, der sich wirklich auskennt. Gefunden wird das Stockschwämmchen gerne auf Laubholz.

„Nach unserer Pilzsuche folgte die Hundedusche.“

Allmählich kehrten wir wieder zurück. Es wurde schon spät. Für alle Beteiligten war es ein sehr schöner Herbsttag, der schnellstmöglich wiederholt werden möchte.

Boss und Sky waren dreckig ohne Ende

Daheim angekommen entfernte ich im Garten mit einer Bürste erst mal den groben Dreck an Sky‘s und Boss‘ Pfoten. Der Dreck blieb hartnäckig. Wie getrockneter Schlamm klebte der braune Leim zwischen den Pfoten. Beide sprangen anschließend bereitwillig auf DogShower und warteten darauf, dass ich ihnen die Pfoten mit Wasser schön saubermachte. Was sich im Badewannenboden an Dreck ansammelte, war unglaublich. Etwa ein Zentimeter hoher Sand formte sich unter DogShower als Decke an. Dies ist der „unsichtbare“ Dreck, den man nicht sofort wahrnimmt.

Zufrieden, sauber und dazu noch gut riechend warfen sich meine beiden Schützlinge nun auf die Couch. Für heute war Feierabend. Und ich konnte gemütlich mit meinen Hunden auf dem Sofa kuscheln.

Ein heißer Tipp am Rande:

Kletten verfangen sich zu dieser Jahreszeit schnell im Hundefell. Am besten zuerst den Hund im trockenen Zustand abbürsten, hinterher kann man ihn mit Wasser abwaschen. Denn wenn der Hund erst mal nass ist, lösen sich die Kletten fast nicht mehr aus dem Fell.

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